Warum der Hase die Eier bringt...

Bunt gefärbte Eier kann man heutzutage das ganze Jahr über kaufen. Ich vermute, das hat eher praktische denn ästhetische Gründe: Da die bunten Eier stets hartgekocht sind, kann man sie leicht von den rohen unterscheiden. Noch vor gar nicht allzu langer Zeit, gab es bunte Eier nur an Ostern. Dieser Brauch hat seinen Ursprung in der Kirche und liegt schon viele Jahrhunderte zurück. Aber bereits damals diente die Färbung der Unterscheidung: zwar nicht zwischen gekocht und roh, sondern die Farbe zeigte an, dass ein Ei gesegnet war. Während der 40-tägigen vorösterlichen Fastenzeit durften keine Eier gegessen werden. An Ostern gab es daher besonders viele davon. Und schon in der frühen Kirche wurden sie gerne verschenkt. Die Priester segneten die Eier, denn sie galten als Symbol für das neue Leben und die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Um die gesegneten Eier von den noch nicht gesegneten zu unterscheiden, begannen die Christen, sie zu bemalen. Zuerst nur mit roter Farbe, die das Blut Jesu Christi und seine Liebe zu den Menschen symbolisieren sollte. Nach der Reformation hielten auch die Protestanten an diesem Brauch fest. Doch mit Fasching und der Fastenzeit hatten es die Protestanten nicht so. Um ihren Kindern erklären zu können, warum es gerade an Ostern so viele Eier gab, erfanden sie daher die Legende vom Hasen, der die Eier bringt. Das lag wohl daran, dass man im Frühjahr besonders viele Hasen gesehen hat. Entgegen jeder Biologie wurde der Hase so zum tierischen Gabenbringer. Nun hat sich um alle christlichen Feste im Laufe der Jahrhunderte ein vielfältiges und regional unterschiedliches Brauchtum entwickelt. Und jedes Brauchtum hat seinen Grund, etwas worauf es hinweisen möchte. Wer einen Brauch pflegt, sollte daher auch über dessen Ursprung Bescheid wissen. So geht es auch hier um die Unterscheidung: Was ist nurBrauch und was ist das Eigentliche dahinter. Ostern - wir wissen das - da geht es eigentlich nicht um bunte Eier und Hasen, sondern um Leben und Hoffnung. Um Hoffnung, die über die Zerbrechlichkeit des Lebens hinausreicht: Für die Begleiterinnen und Begleiter Jesu damals ist mit seinem Tod auf einen Schlag alles zusammengebrochen. Aus und vor- bei. Das wars dann wohl...
Viele von uns wissen, wie das ist, wenn Hoffnungen und Lebensträume zerplatzen wie eine Sei-fenblase. Aus und vorbei. Das wars dann wohl... Ostern hingegen ist ein starkes Nein! das war es eben nicht!“ Die Ostererzählung von der Auferweckung Jesu von den Toten, kann daher als ein Protest gegen das Zerplatzen von Lebensträumen und gegen die Zerbrechlichkeit des Lebens angesehen werden. Deshalb kann man die Gemeinde, die sich am Ostermorgen zum Gottesdienst versammelt durchaus auch als Protestleute gegen den Tod(Christoph Blumhardt) bezeichnen.

Frohe Ostern! 

Ihr Pfarrer Johannes Mack

 

 

Wenn es so etwas wie Zukunftsmusik gibt, dann war sie damals,
dann ist sie am Ostermorgen an der Zeit: zur Begrüßung des neuen Menschen, über den der Tod nicht mehr herrscht. Das müsste freilich eine Musik sein nicht nur für Flöten und Geigen, nicht für Trompeten, Orgel und Kontrabass, sondern für die ganze Schöpfung geschrieben,
für jede seufzende Kreatur, so dass alle Welt einstimmen
und groß und klein, und sei es unter Tränen,
wirklich jauchzen kann, ja so,
dass selbst die stummen Dinge und die groben Klötze
mitsummen und mitbrummen müssen:
Ein neuer Mensch ist da, geheimnisvoll uns allen weit voraus, aber doch eben da.

EBERHARD JÜNGEL (EG Seite 239) 

... aktueller Stand „Immobilien“

Gemeindehaus, Schulstraße 26

Der Kirchengemeinderat hat in seiner Sitzung am 11. Januar beschlossen, das bisher angemietete Gebäude in der Schulstraße 26 käuflich zu erwerben. Der Oberkirchenrat in Stuttgart hat diesem Vorhaben zugestimmt. Seinen Beschluss hat der Kirchengemeinderat der Volksbank Blaubeuren in einem Gespräch mit Vertretern beider Seiten mitgeteilt. Dabei wurde auch über einen alternativen Standort des Geldautomaten diskutiert, da die Volksbank Blaubeuren an einem vorläufigen Erhalt desselben interessiert ist. Der jetzige Standort ist von Seiten der Kirchengemeinde undenkbar.

Der Kirchengemeinderat hat einen Architekten beauftragt, Pläne für einen Umbau zu entwerfen, die in erster Linie den Einbau einer Küche, sowie einen alternativen Standort des Geldautomaten vor- sehen. Für dessen Räumlichkeiten würde die Volksbank dann gegenüber der Kirchengemeinde als Mieterin aufkommen. Sobald die Pläne des Architekten vorliegen, wird der Kirchengemeinderat dar- über beraten und der Volksbank Blaubeuren gegebenenfalls den dann vorgesehenen Standort zur Anmietung vorschlagen, so dass der Kaufvertrag möglichst bald aufgesetzt werden und der Umbau beginnen kann.

 

Pfarrhaus, Schulstraße 22

Nachdem die Aufhebung der Pfarrstelle Gerhausen im Zuge des Pfarrplans 2024 von der Synode des Kirchenbezirk Ende November beschlossen wurde, besteht nun endgültig Klarheit darüber, dass die Kirchengemeinde die Wohnung im Pfarrhaus in der Schulstraße 22 nicht mehr benötigt. Daher kann die Wohnung im Pfarrhaus nun vermietet werden. Sobald die Kirchengemeinde das Gemeindehaus in der Schulstraße 26 erworben hat, ist ebenso auch ein Verkauf des Pfarrhauses denkbar. Denn dann könnte das Pfarrbüro seine Räume im umgebauten Gemeindehaus beziehen. Der Kontakt mit der Stadt Blaubeuren wegen Vermietung / Verkauf besteht und die Überlegungen laufen.

Bei allen Fragen zum Thema melden Sie sich gerne auf dem Pfarramt.

Pfr . Johannes Mack 

... aus dem KGR

Elternzeit von Pfarrer Mack

Von 7. Mai bis 5. Juli wird Pfarrer Mack in Elternzeit sein. Die pfarramtliche Vertretung übernimmt Dekan Frithjof Schwesig aus Blaubeuren (Tel.: 07344 / 6335)

Die Organisation der Vertretungen für Kasualien übernimmt in diesem Zeitraum ebenfalls das Dekanatamt in Blaubeuren. Das Pfarrbüro in Gerhausen ist während der Elternzeit zu den gewohnten Zeiten durch Frau Bux besetzt. 

Mitarbeiterfest 2018

Trotz der kleineren Übergangsräumlichkeiten konnte auch in diesem Jahr das Mitarbeiterfest durchgeführt werden. Schön, dass viele gekommen sind und ein hoffentlich angenehmes Miteinander und Essen genießen konnten. 

 

Eine Idee des Weltgebetstags 2018

Je eine Sammelbox steht in der Kirche und im Gemeindehaus. Nähere Informationen dazu finden sich jeweils dort.

Herzliche Einladung mitzumachen. Ansprechpartnerin: Angela Söll 

Rückblick Weltgebetstag 2018

Foto: Margot Autenrieth-Kronenthaler

Der Weltgebetstag der Frauen wird jährlich weltweit in 120 Ländern begangen. Auch in Blaubeuren und den Teilorten wurde er wieder mit ökumenischen Gottesdiensten gefeiert. Wie üblich stand ein Land im Mittelpunkt. In diesem Jahr das südamerikanische Surinam, dessen christliche Frauen auch die Liturgie für die diesjährigen Gottesdienste gestaltet haben. Gottes Schöpfung ist sehr gut!lautete das Motto. Surinam ist weniger als halb so groß wie Deutschland und hat eine Bevölkerung von rund 550 000 Einwohnern. Es liegt in der nördlichen Nachbarschaft von Brasilien, ein Großteil des Landes ist von tropischem Regenwald bedeckt. In Surinam lebt ein buntes Völkergemisch friedlich zusammen. Es gibt Menschen mit amerikanischen, europäischen afrikanischen und asiati- schen Wurzeln. Es sind teils Nachfahren westafrikanischer Sklaven, chinesischer oder indonesischer Vertragsarbeiter, holländischer Kolonialsiedler oder indigene Völker. Etwa die Hälfte gehört dem christlichen Glauben an, es gibt auch Juden, Hindus, Muslime oder Naturreligionen. Surinam ist ein Land mit sehr hoher Biodiversität. Wo es im deutschen Wald dreißig verschiedene Baumarten sind, gibt es in Surinam eintausend. Schon Maria Sybilla Merian war von der Vielfalt der Flora und Fauna fasziniert, als sie 1699 in das damalige Niederländisch-Guyana reiste. Sie zeichnete und veröffent- lichte exotische Pflanzen und Tiere. Umweltzerstörungen gefährden heutzutage das Naturparadies. Goldabbau sowie der Abbau des Aluminiumerzes Bauxit sind die Ursachen dafür. Den surinamischen Frauen ist das sehr bewusst und sie haben deshalb das Thema Erhalt der Schöpfung in den Mittelpunkt der Liturgie gerückt. Mitreißende, rhythmisch ansprechende Lieder ergänzten den ökumenischen Gottesdienst etwa auch in Gerhausen im Chor der evangelischen Kirche. Dort trafen sich rund 20 Frauen und zwei Männer. Ein Bildervortrag führte auf anschauliche Weise in das Land ein. Er beinhaltete Infos zu Land und Leuten und thematisierte die Probleme, unter denen Surinam leidet. Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Besucher im benachbarten Gemeindehaus und kamen miteinander bei Gebäck und Tee ins Gespräch. Ich finde es immer sehr interessant, etwas über irgendwelche Länder zu erfahren. Und auch die kulturellen Hintergründe erklärt zu bekommen. Man lernt immer etwas dazu“, meint Traudel Kirschmer. Und auch von den Nöten und Problemen der Menschen zu erfahren ist wichtig. Neu war mir heute, dass durch den Goldabbau das Wasser mit Quecksilber vergiftet wird. Mir ist auch wieder bewusst geworden, wie wichtig Müllvermeidung ist“, ergänzt Beate Lehle. Beide Frauen kommen seit langer Zeit regelmäßig zum Weltgebetstag. Aber auch für jüngere Frauen gibt es interessante Aspekte. Dass unterschiedliche Länder im Mittelpunkt stehen finde ich gut. Auch die neuen Lieder mit ihrem Schwung gefallen mir. Wichtig ist für mich der Gedanke mit Frauen aus der ganzen Welt durch diese Aktion verbunden zu sein“, meint die 23jährige Stephanie Söll. Der Weltgebetstag ist 1887 in den USA entstanden. 1927 wurde er erstmals international gefeiert. In Deutschland wird er seit 1949 begangen.

Margot Autenrieth-Kronenthaler 

 

 

Passionsandachten

Auch dieses Jahr wollen wir mit Andachten in der Woche vor Ostern der Passionsgeschichte Jesu in Texten und Liedern Raum geben. Dabei werden in diesem Jahr Texte aus der Passionsgeschichte des Matthäusevangeliums Teil der Andachten sein. Herzliche Einladung!

Ort: Evangelischen Kirche!

Montag, 26. März, 18 Uhr ( Pfr. Mack)

Die Verleugnung des Petrus- Matthäus 27,69-75

Dienstag, 27. März, 18 Uhr (Pfr. Börkircher)

Die Salbung in Bethanien- Matthäus 26,6-13

Mittwoch, 28. März, 18 Uhr (Pfrin Schmelzer)

Verurteilung und Verspottung Jesu- Matthäus 27,15-30

Donnerstag, 29. März, 19 Uhr - mit Abendmahl (Pfr. Mack)

Jesus im Garten Getsemane- Matthäus 26,36-46 

Krabbelgruppe

Die Krabbelgruppe ist ein wunderbarer Treffpunkt für Eltern und Kinder im Alter von 0-3 Jahren.
Wir singen, spielen und basteln gemeinsam mit unseren Kindern. Einmal im Monat frühstücken wir gemeinsam und bei gutem Wetter besuchen wir gemeinsam den Spielplatz oder machen einen kleinen Spaziergang.
Die Krabbelgruppe trifft sich immer mittwochs von 9:30
- 11 Uhr.
(außer in den Ferien)
Wir freuen uns jederzeit über neue Gesichter!

Ansprechpartnerin für Fragen und mehr Informationen ist Caterina Marrone Telefon: 07344/952765 

Friedensgebet

Aufgrund der vielen Krisen- und Kriegsgebiete in unserer Welt und persönlicher Betroffenheit darüber entstand bei Menschen aus der Gemeinde der Gedanke, der Bitte um Frieden z.B. in Form eines Gottesdienstes oder von Friedensgebeten mehr Raum zu geben. Alle Interessierten sind herzlich zu einem Treffen eingeladen, bei dem wir uns u.a. darüber austauschen wollen, in welcher Form dies bei uns möglich ist.

Datum: Zeit: Ort:

10. April 2018,
19.00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus, Schulstraße 26 

Chorprojekt

Nachdem es keine regelmäßigen Proben und Auftritte des Kirchenchor mehr gibt,
führt die evangelische Kirchengemeinde
den geistlichen Chorgesang in Projekten fort. Ein solches Projekt ist die

Mitgestaltung des Gottesdienstes am Sonntag, 1. Juli.

Wir konnten als Dirigentin dafür die Seminaristin Susanne Sawodny gewinnen. Es sind vier Probenabende angesetzt:

Jeweils Montag um 19.30 Uhr im Gemeindehaus: 4., 11., 18. und 25. Juni.

Einstudiert werden leichte drei- bis vierstimmige Sätze, jeder ist zur Teilnahme eingeladen. Wir freuen uns über die Beteiligung von vielen Sängerinnen und Sängern!

Information und Anmeldung bei Angela Failing-Striebel, Tel. 5216.