Gemeindehaus

Grundriss: Architekturbüro Gebhardt

 

  • Die Kirchengemeinde ist seit August Eigentümerin des Gebäudes in der Schulstraße 22.
  • Der Beginn des Umbaus wird nach Auskunft des Architekturbüros Gebhardt Anfang Mai nächsten Jahres sein.
  • Ein behindertengerechtes WC wird eingebaut. Ein Durchbruch für eine Außentür an der Südseite wird ebenfalls hergestellt.
  • An den Parkplätzen vor dem Gemeindehaus werden zeitnah Pfosten gesetzt und eine Absperrung installiert, um so das unerlaubte Parken vor dem Gebäude einzudämmen.
  • Bei Nutzung des Gemeindehauses durch die einzelnen Gruppen kann die Absperrung von den jeweils Verantwortlichen problemlos entfernt, und nach der Veranstaltung wieder angebracht werden.

Konfirmation 2018 / 2019

Gemeinsam sind wir nach den Sommerferien gut gestartet. Das niederschlagsarme Wetter z.B. haben wir gleich mal genutzt, um im Klosterhof gemeinsam ein Eis zu genießen oder Teile des Konfirmandenunterrichts in unseren Kirchgarten zu verlegen. Inzwischen waren wir auch auf Konfi-Freizeit in Erbstetten. Mit dabei waren die Konfis aus Allmendingen, Schelklingen und Weilersteußlingen. Schade war, dass von uns wegen Krankheit leider nicht alle dabei sein konnten. Besonders bei einer kleinen Gruppe wie unserer, merkt man gleich, wie wichtig und bereichernd jede und jeder für die Gruppe sein kann! Vielen Dank sagen wir Andreas, Jonas und Lukas für das Geländespiel und das kulinarische „Rund-um-sorglos-Paket“ während des gesamten Wochenendes! Es war sehr lecker!!! Mitte November waren wir außerdem gemeinsam auf dem Friedhof und beschäftigten uns mit dem Thema „Tod und Sterben“. Auch ein ernstes und nicht so leichtes Thema wie dieses hat Platz bei uns.

Mal schauen, was noch kommt bis zu unserer Konfirmation am 26.Mai 2019. Herzliche Einladung dazu schon heute. Bei vier Konfis gibt es sicherlich genug Platz auch für Menschen sonst aus der Gemeinde.

Verabschiedung Siegfried Hermann

Foto: Angela Söll

Im Rahmen eines Gottesdienstes wurde Siegfried Hermann jetzt offiziell als Organist von der Kirchengemeinde Gerhausen verabschiedet. Pfarrer Mack dankte Siegfried Hermann für seinen langjährigen und zuverlässigen Dienst. Bei Wind und Wetter habe er sich frühmorgens zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Weg zum Gottesdienst gemacht, sagte der Pfarrer und überreichte ihm ein kleines Präsent. Der Kantor war mit seiner Frau Renate 1999 von Dresden wieder in seine alte Heimat zurückgekommen. Die unvergessene und langjährige Gerhauser Organistin Ruth Scheible suchte zu der Zeit eine/n NachfolgerIn. Sie habe ihn kurz darauf angesprochen, ob er sich nicht vorstellen könne, den Organistendienst in Gerhausen zu übernehmen. Und das konnte sich Siegfried Hermann. Er habe das B- Examen für Kirchenmusik zwar abgelegt, erzählt der ehemalige Kantor, habe jedoch während seiner Dienstzeit in Dresden kaum Zeit gehabt sich spielerisch weiter zu entwickeln. „Ich erlernte erst als Erwachsener ein Tasteninstrument. Immer bedauerte ich es, nicht mehr Zeit zum Üben zu haben. Hier habe ich mich dann vormittags an die Orgel gesetzt und viel für mich geübt. Das hat mir gutgetan. Gerhausen, das war meine Welt“, sagt der 82jährige Blau- beurer. „Es ist schön, dass ich noch miterlebt habe, dass die Orgel hier überholt wurde“, freut er sich. Der Posaunenchor Blaubeuren-Gerhausen hat Siegfried Hermann ebenfalls viel zu verdanken. Kurz nach seiner Rückkehr übernahm dieser auch die Leitung des Posaunenchors von seinem Zwillingsbruder Walter. „Der Dekan meinte bei meiner Einsetzung damals, der Chor werde jetzt in jüngere Hände übergeben“ erinnert er sich lachend. „Dabei bin ich nur eine Viertelstunde jünger als mein Bruder.“ Fortan kümmerte sich Siegfried Hermann auch sehr um den Bläser-Nachwuchs. 2004 hatte sich dazu eine Gruppe von rund zehn Kindern aus der Gemeinde gefunden. Denen gab er Einzel- und Gruppenunterricht. Auch Erwachsene bildete er am Instrument aus, so dass der Posaunenchor wieder richtiggehend aufblühte. „Mir hat es Spaß gemacht, ich wollte es aber auch genau machen. Deshalb habe ich auch etwas Musiktheorie unterrichtet“, erinnert er sich an die damalige Zeit. Mit viel Beifall bedankte sich die Kirchengemeinde für den treuen Dienst von Siegfried Hermann. Dieser hat zugesagt, wenn absolut Not am Organisten sei, dann noch das ein oder andere Mal in die Bresche springen zu wollen.

Margot Autenrieth-Kronenthaler

Vortrag von Dr. Gerhard Maier

Am Dienstag, den 25.September 2018 kam Altlandesbischof Dr. Gerhard Maier nach Gerhausen und hielt in unserer Kirche einen Vortrag über das „Vater unser“. Dieses wichtigste Gebet der Christen steht im Matthäusevangelium in Kapitel 6 in den Versen 9 bis 13. Die Worte dieses Gebets sind vielen Menschen von Jugend an vertraut. Oft täglich, aber vor allem auch bei besonderen Gelegenheiten, festlichen oder auch traurigen Anlässen, spendet das Vaterunser Trost und richtet betrübte Menschen wieder auf. Für Christen ist die Anrede Gottes mit „unser Vater“ von zentraler Bedeutung. Wir dürfen uns auf die Barmherzigkeit des Vaters verlassen. Dr. Maier erinnerte an das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lukas 15, 11-32). Das Eltern-Kind-Verhältnis ist einzigartig. Es heißt nicht „mein“ Vater, sondern „unser Vater“. Das verdeutlicht, dass christliche Geschwister Geschwister bleiben, trotz aller Zwistigkeiten. „Im Himmel“ benennt einen ungeheuren Abstand zu uns hier auf Erden. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns besser kennt als wir uns selbst. Wir brauchen daher nicht viele Worte machen. „Geheiligt werde dein Name“ auch bei uns.„Dein Reich komme“Alle irdischen Reiche vergehen. Christen erwarten sehnsüchtig die Wiederkunft Jesu, mit der das Reich Gottes vollendet wird. Gottes Reich hat nach Lukas 17,21 schon begonnen: „... sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ „Dein Wille geschehe“.Nicht, wie ich will, sondern wie du willst. Das Gebet vom Garten Gethsemane ist die Voraussetzung aller christlichen Gebete. Gott führt uns besser, so Dr. Maier. Die Bitte um „unser täglich Brot“ bedeutet die Bitte um das Allernotwendigste, Tag für Tag. Der Mensch plant, aber Gott hat es in der Hand. Wir sind von Gott abhängig. „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Wir leben aus der Vergebung, aus der Gnade Gottes. Wenn auch wir vergeben, so wird der Verbitterung, dem Neid und dem Hass gewehrt. Wir dürfen Neuland betreten und Erneuerung erfahren. Dr. Maier berichtete, dass Papst Franziskus Schwierigkeiten hat mit der Formulierung„und führe uns nicht in Versuchung.“ Dr. Maier interpretierte Versuchung als Erprobung. Der Glaube wird auf die Probe gestellt, bewährt sich und kann wachsen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass wir nicht über unser Vermögen hinaus versucht werden. Es ist also eine Bitte um Wachstum und Bewahrung. Die 7. Bitte „und erlöse uns von dem Bösen“ hieß früher „und erlöse uns von dem Übel“. In der Endzeit wird das Böse aufhören. Alle Nationen, selbst die Tiere, werden friedlich zusammenleben. Das ewige Leben ist unsere Verheißung. Nach fester jüdischer Sitte gehört an das Ende eines jeden Gebets ein Lobspruch, in dem Gott die ihm allein geschuldete Ehre erwiesen wird. Und so endet das Vaterunser mit dem Lobpreis: „Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“ Dieser lebendige Vortrag war wieder gut besucht, auch von etlichen auswärtigen Gästen, und wurde von einer Bläsergruppe des Posaunenchors umrahmt. Der Kirchengemeinderatsvorsitzende Günter Autenrieth bedankte sich bei Dr. Maier mit einem Mühlenkorb und lud ihn gleich wieder für nächstes Jahr ein, zu uns nach Gerhausen zu kommen.

Angela Söll

Kirchenputzete

Keine Waldputzete, sondern eine Kirchenputzete stand in unserer Kirchengemeinde an. Rund zehn Helfer aus dem Kirchengemeinderat und aus der Gemeinde hatten sich gefunden, um Spinnweben und Staub zu Leibe zu rücken. Mit Staubsaugern, Bürsten, Staubwedel und großer Bockleiter wurde im Kirchenschiff, in der Sakristei, im Kirchsaal und auf dem Turm hantiert. Die Kirchengemeinde bedankt sich bei den fleißigen Helfern für ihren Einsatz. Die übrigen Reinigungsarbeiten werden wie üblich von einem Putzdienst erledigt.

Der „Abend der Distrikte“ am 19. Oktober in Ehingen

Wussten Sie, dass die Kirchengemeinde Gerhausen Teil eines Distrikts ist? Doch was ist eigentlich ein Distrikt? Und wen interessiert das überhaupt? Eine Kirchengemeinde am Ort ist gut und wichtig! Und doch kann eine Kirchengemeinde allein nicht alles leisten, was Kirche und Kirchengemeinde ausmacht. Umso besser, wenn sie da in guter Nachbarschaft mit anderen lebt. Und eben dazu gibt es so etwas wie einen Distrikt. Eine Kirchengemeinde allein, das lässt sich leicht feststellen, ist eine relativ kleine Einheit. Der Kirchenbezirk dagegen eine relativ große Einheit. Und so gibt es zwischen diesen beiden die Einheit des Distrikts. Er ist mehr als die eigene Kirchengemeinde und doch überschaubar. In unserem Kirchenbezirk Blaubeuren gibt es insgesamt drei Distrikte. Die Kirchengemeinde Gerhausen gehört dabei zum sog. „Distrikt Mitte“. Wir alle wissen: Wo Nachbar- schaft gelebt und gestaltet werden will, braucht es die Begegnung und den Austausch. Und so waren v.a. Begegnung und Austausch Sinn und Zweck des Abends. Eingeladen waren die beiden Vorsitzenden des Kirchengemeinderats der jeweiligen Kirchengemeinden. Zum Teil kannte man sich. Zum Teil begegnete man Verantwortlichen aus Kirchengemeinden in direkter Nachbarschaft, die noch völlig unbekannt waren. Es ging an diesem Abend darum, zu schauen und zu hören, wo wir uns als Nachbarn bereits wahrnehmen und erleben, und was davon weiter im Blick sein soll und vielleicht auch ausgebaut werden kann. In unserem Distrikt Mitte gibt es z.B. bereits gemeinsame Gottesdienste. Wie könnten diese interessanter gestaltet werden? In vielen Gemeinden gibt es einmal jährlich eine Woche mit Bibelabenden zu einem bestimmten Thema. Warum diese Bibelabende nicht gemeinsam durchführen und bewusst und aktiv sich miteinander auf den Weg zur Quelle unseres Glaubens machen und die Bibel als diese Quelle entdecken und erleben? Dies sind „nur“ zwei Beispiele. Sie wollen Teil eines Weges sein, auf dem an diesem Abend bewusst ein erster Schritt gegangen wurde. Weitere sollen folgen. Und vielleicht erübrigt sich dann auch nach und nach die eingangs gestellte Frage: „Was ist eigentlich ein Distrikt? Und wen interessiert das überhaupt?“ Vielleicht wird der Distrikt dann eine für uns alle mehr und mehr sichtbare und erlebbare Sache.