„A“ wie Anfang

Foto: Johannes Mack

Ein großes „A“ stand Mitte Sep tember beim Einschulungsgottesdienst in der Kirche. Der erste Buchstabe des Alphabets und der erste Buchstabe, den die Erstklässler lernen. „A“ das ist ein offener Klang: Offen sein für das, was kommt. Das „A“ ist der Klang des Staunens: „Aaaa!“. Und das „A“ ist der Klang des Verstehens: „Aha!“. In der Musik werden auf den Ton „A“ die Instrumente gestimmt, so dass vom „A“ ausgehend miteinander musiziert wird. „A“ wie Anfang - Mitte September war es der Schulanfang. Doch wir wissen: Nicht nur die Schule hat einen Anfang. Alles hat einen Anfang und ohne einen Anfang gäbe es nichts. So spielt das „A“ auch in der Bibel eine bedeutende Rolle. Gott schafft bei seiner Schöpfung aus dem Nichts einen Anfang und der erste Mensch bekommt den Namen Adam. Jesus sagt später von sich selbst: Ich bin das „A“ - Ich bin der Anfang in Person. Mit mir kannst Du bei allem was Dir begegnet etwas anfangen. Als Kirche und Gemeinde sollen wir das immer wieder tun. Im Glauben und Vertrauen auf Gott anfangen. Manchmal wie aus dem Nichts etwas ganz Neues anfangen und ebenso dort, wo die Zeichen auf Abschied von Altem stehen wieder neu anfangen. Als Kirche und Gemeinde berufen wir uns dabei auf Jesus als Gottes Anfang in Person. Wenn ich mit ihm etwas anfange, darf ich getrost auf das zugehen, was meinen Anfängen folgt. Mit Blick und im Vertrauen auf Jesus dürfen wir als Gemeinde das zurückliegende Kirchenjahr mit seinen Erlebnissen hinter uns lassen und mit dem ersten Advent ein Neues anfangen. Dürfen dankbar zurückschauen auf die vergangene Amtszeit des Kirchengemeinderats und das was er alles geleistet hat. Und zugleich im Vertrauen auf Jesus Christus die kommende Amtszeit mit ihren Entscheidungen für die Kirchengemeinde in den Blick nehmen und neu anfangen. Ich wünsche uns, dass wir als Christen in diesem Sinne „Anfänger“ bleiben und wünsche Ihnen Allen gute Anfänge. Ob im Großen oder im Kleinen. Ob nach dem Zurücklassen von Vergangenem oder dort, wo es, wie aus dem Nichts etwas ganz Neues ist. Und natürlich eine gesegnete Adventszeit - und, wenn es sein darf, fröhliche Weihnachtstage.

Ihr Pfarrer Johannes Mack

Immobilien

Alte Grenze: schwarz Neue Grenze: orange

Pfarrhaus

Wie im Schreiben zum Verkauf des Pfarrhauses angekündigt hier eine Grafik über die neue Grenzziehung zwischen Kirche und ehemaligem Pfarrhaus, die der Kirchengemeinderat wie folgt beschlossen hat.

Gemeindehaus
Für’s Gemeindehaus wurde inzwischen eine neue Küche in Auftrag gegeben. Den Zuschlag bekam nach Beschluss des Kirchengemeinderats die Firma Braig aus Allmendingen. Danke an das Team, das die Informationen und Angebote dafür eingeholt und dem Kirchengemeinderat zur Verfügung gestellt hat!

Seit Beginn des Gemeindehausumbaus finden die Gruppen und Veranstaltungen in anderen Räumen statt. Dabei möchten wir uns als Kirchengemeinde bei der Altpietistischen Gemeinschaft - den Apis - bedanken, dass sie sowohl dem Seniorenkreis als auch dem „Offenen Treff“ ihre Räumlichkeiten im Alten Kirchle zur Verfügung gestellt haben. Das Team des „Offenen Treffs“ hat sich jedoch entschieden, bis zur Fertigstellung des Gemeindehauses zu pausieren. Bis auf die Krabbelgruppe (im Schulhaus) können alle sonstigen Gruppen bis zur Fertigstellung des Gemeindehauses im Kirchsaal oder der Sakristei ihr Programm durchführen. Danke besonders dort, wo die alternativen Räumlichkeiten manche Hürde mit sich bringt!

Wenn Sie neugierig sind, wie es momentan aussieht um und im Gemeindehaus, melden Sie sich gerne im Pfarramt. Es findet sich dann sicherlich ein Termin für einen Rundgang und Sie können sich persönlich so am besten ein Bild vom Stand der Dinge machen. 

Kirchenmusik

Foto: Margot Autenrieth-Kronenthaler

Eine unserer Orgelspielerinnen stellt sich vor: 

 Die meisten werden mich wohl seit Kindestagen an kennen, für all die Anderen: Ich bin Sophia Kronenthaler, 24 Jahre alt und hier in Gerhausen aufgewachsen. Die Kirchengemeinde war schon immer Teil unseres Familienlebens und so bin ich sehr gerne in die Jungschar oder auch zu den Kinderbibeltagen gegangen. Mit acht Jahren fing ich an Klavier zu spielen, fünf Jahre später kam die Orgel hinzu. Unterricht nahm ich dafür bei der damaligen Bezirkskantorin Bettina Gilbert. Die kirchenmusikalische Grundausbildung (C-Kurs) konnte ich im evangelischen Seminar in Blaubeuren, wo ich vier Jahre zu Schule ging, ablegen. In die musikalische Begleitung des Gottesdienstes an der Orgel bin ich langsam hineingewachsen. Mit 14 Jahren fing ich an Vor- oder Nachspiele zu über- nehmen und bald begleitete ich ab und zu dann gesamte Gottesdienste. Am Anfang war ich natürlich sehr aufgeregt und habe Wochen davor geübt, nun nehme ich das etwas gelassener.

Seit vier Jahren studiere ich in Tübingen Psychologie. Nächstes Jahr werde ich mein Bachelor- Studium abschließen, ein Masterstudium wird folgen. Deshalb kann ich leider nur noch sporadisch Orgeldienste übernehmen. Während meines Praxissemesters in Ulm habe ich einmal ein Chorprojekt geleitet. Das war für mich eine kleine Herausforderung, aber es hat mir auch sehr viel Spaß gemacht.

Wenn ich meine Eltern besuche, versuche ich an diesen Wochenenden auch zu orgeln, natürlich klappt das nicht immer. Am liebsten spiele ich schöne Lobpreislieder oder auch einmal eine Film- musik als Nachspiel. Wichtig ist mir, dass ich die Gemeinde begleite und nicht mein Orgelspiel im Vordergrund steht und die Leute beschwingt nach Hause gehen können.

Sophia Kronenthaler 

Entwicklungsdienst

Fotos: Carolin Schüle

Seit über 2 Monaten bin ich nun wieder zurück aus Sambia! Kaum zu glauben, dass die Zeit so schnell vorbei ging. Mit dem Projekt „impact“ von der Liebenzeller Mission war ich 11 Monate in Sambia an der Amano Schule. Meine Aufgaben hatten größtenteils im Internat der Schule stattgefunden. Dort wohnen Mädels im Alter von 7-18 Jahren. Im Internat durfte ich typische Arbeiten einer Mutter nachgehen. Hausaufgaben betreuen, Nachmittage der Kinder gestalten, gemeinsam Bibel lesen und das ins Bett bringen durfte ich auch übernehmen. Die Zeit, die ich mit den Mädels verbringen durfte, habe ich immer sehr genossen. Vor allem mit den Grundschülern, denn die älteren Mädels haben sich anfangs sehr schwergetan sich mir gegenüber zu öffnen. Insgesamt habe ich mich auf Amano sehr wohl gefühlt. Hab es sehr genossen, Zeit mit den verschiedensten Menschen, Missionaren und auch mit meinen Mitfreiwilligen zu verbringen. Sambia ist ein sehr interessantes Land, das mich total geprägt hat. Durch die unterschiedlichsten Erfahrungen konnte ich in diesem Jahr sehr viel lernen. So darf ich nun auf ein sehr lehrreiches Jahr zurückschauen, in dem ich viele neue Menschen kennenlernen durfte, die ich jetzt hier in Deutschland vermisse.
Jetzt bleibt mir nur noch danke zu sagen, für eure Unterstützung durch Gebet und Spende!
Liebe Grüße, Carolin Schüle 

Vortrag Dr. Gerhard Maier

Foto: Angela Söll

Am Dienstag, den 10. September 2019 kam Altlandesbischof Dr. Gerhard Maier zu uns nach Gerhausen und hielt den Vortrag: „Das Glaubensbekenntnis in unserer Zeit.“  Das apostolische Glaubensbekenntnis, welches wir bei bestimmten Anlässen im Gottesdienst gemeinsam sprechen, stammt aus dem 2.Jahrhundert nach Christus. Es besteht aus drei sogenannten Artikeln und ist das Bekenntnis zu dem einen Gott, der uns in drei Personen begegnet. Dr. Maier betonte, dass der erste und der dritte Artikel unumstritten sind, der zweite hingegen umkämpft sei. Deshalb ging er zuerst auf Artikel eins und drei ein. Der erste Artikel beschreibt das Bekenntnis zu Gott als dem Vater und Schöpfer. Dr. Maier verwies dabei auf Psalm 139. Als Christ darf ich Gott Vater nennen. Ich habe einen Schöpfer, der mich geschaffen hat und an den ich mich wenden kann. Gott redet, hat Ohren und Augen. Er ist der Allmächtige, der mich hört und sieht. Und er ist auch der Schöpfer der unsichtbaren Welt. Der dritte Artikel des Glaubensbekenntnisses beginnt mit den Worten: „Ich glaube an den Heiligen Geist.“ Dr. Maier erinnerte an Genesis 1, Vers 1: „ ... und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.“ Weiter heißt es im Glaubensbekenntnis: „(Ich glaube) an die heilige christliche Kirche,“ Was bedeutet hier heilig? Heilig bedeutet, dass die Kirche Gott gehört und er sie behütet, auch wenn es zum Beispiel in Teilen der Türkei, Tunesiens oder Algeriens dazu kam, dass Kirchen regional aus- gelöscht wurden. Die Gemeinschaft der Heiligen, d.h. der Glaubenden, erhält laut Dr. Maier den Missionsauftrag auch und gerade in schweren Zeiten. Der Glaube an die Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben geben Hoffnung, sogar die Hoffnung auf ein Wieder- sehen im ewigen Leben. Der zweite Artikel beschreibt den Glauben an Jesus Christus. Jesus ist eine geschichtliche Person, keine Idee. Er ist ein bestimmter Mensch, der gelebt hat. In ihm erfüllen sich die Weissagungen. Er ist Gottes eingeborener Sohn. Das, so Dr. Maier, sei ein Problem für alle Nichtchristen. Und auch manche kritischen Theologen täten sich schwer mit Jungfrauengeburt und Sohnschaft. Jesus Christus ist als geschichtliche Person nachprüfbar. In der römischen Geschichtsschreibung finden wir viele Hinweise. Der Tod am Kreuz war wirklich: „ ...hinabgestiegen in das Reich des Todes...“. Dr. Maier betonte mit Hinweis auf 1. Petrus 4, Vers 6, dass auch wer zu seinen Lebzeiten das Evangelium nicht gehört hat, die Chance bekommt, mit Jesus aufzuerstehen. „...aufgefahren in den Himmel...“ Das ist der Hoffnungsausblick. Wir erwarten Jesu Wiederkunft. Dann endet das Böse. Wir gehen Jesus entgegen und freuen uns auf seinen zweiten Advent. Dr. Maier endete mit der Frage: Jesus kommt wieder, bist Du bereit?
Der Abend wurde vom Posaunenchor musikalisch umrahmt. Pfarrer Mack dankte dem Altlandesbischof für seine Ausführungen und lud ihn im Namen der Kirchengemeinde gleich wieder für nächstes Jahr zu einem Vortragsabend ein.

Angela Söll 

Konfis 2019/2020

Im September startete der neue Konfi-Jahrgang. Im Gottesdienst am 29.September waren die 3 Konfirmandinnen und 4 Konfirmanden bereits zu sehen. Anfang November waren wir gemeinsam mit den Konfis aus Schelklingen, Weilersteußlingen und Allmendingen auf Konfifreizeit.

Vielen Dank den Mitarbeitenden Andreas, Catharina und Lucas Autenrieth und Leo Berger für alle Unterstützung v.a. in Form von Programm und sehr, sehr leckerem Essen. 

Worauf freue ich mich am meisten in der Konfi-Zeit?
Gemeinschaft und miteinander Spaß haben, Konfi-Freizeit, auf Kirche und neue Erkenntnisse, etwas Neues kennenlernen, auf den Tag der Konfirmation
Mein Lieblingsessen:
Pfannkuchen, Germknödel, Pasta/ Spaghetti, Tomatensalat, Eis, Lasagne, Salat, Pizza
Mein Traumberuf:
Schreiner, Polizist, Bäcker (meister), Pferdewirtin, Maschinist bei der Feuerwehr, mal schauen wo es mich hinführt.
Was mach ich in meiner „freien“ Zeit?
Trainieren, Basketball spielen, „Zocken“ (Computer spielen), Bogenschießen, Sport, Musik, Tischtennis, Freunde treffen, Schwimmen, Reiten, Fußball, Feuerwehr, für kleine Kinder da sein
Was ist mir für meine Zukunft wichtig?
„mittelmäßiges Geld“, einen guten Job, Schulabschluss, dass ich gut leben kann, nette Freunde, dass ich gesund bleibe, großes Haus, gute Arbeit 

Kinderkirche

Im Sommer mussten wir zwei treue „Kinderkirchkinder“ verabschieden. Anne Länge und Sara Ben-Ali sind im Konfirmandenalter angekommen und ihre Kinderkirchzeit als Teilnehmerinnen endet damit. Beim Krippenspiel in diesem Jahr werden die beiden nicht mehr dabei sein. Dafür hoffentlich viele andere. Die Mitarbeiterinnen Sara Kogel und Nadine Müller sind mit den Kindern der Kinderkirchkinder mit Erscheinen des Gemeindebriefs bereits auf dem Weg der Vorbereitung und freuen sich über jeden, der noch dazukommt.

Termine der Vorbereitung sind die Sonntage 1.12., 8.12., 15.12., jeweils Beginn um 9.30 Uhr mit den Erwachsenen im Gottesdienst. Und am Samstag 21.12. ist dann auch schon die Hauptprobe.

Im Gottesdienst am 4.Advent gestaltet die Kinderkirche mit Ihrem Krippenspiel dann den Gottesdienst mit.