Ist das nicht deine Krone, kleiner König?

Womöglich hat man sie übersehen zwischen all dem anderen? Es musste ja auch schnell gehen. Da war dieser Herodes, vor dem deine Familie und du fliehen mussten. Deine Mutter hielt dich im Arm. Ob Du wohl geschrien hast? Wahrscheinlich. Kinder schreien nun mal. V.a. wenn sie nicht wissen, wie Ihnen geschieht. Und du warst erst ein paar Stunden alt.
Eilig rafft Josef also die Sachen zusammen, die im Stall liegen. Weihrauch und Myrrhe. Das war gut gemeint. Auch das Gold mag geholfen haben auf der Flucht. Doch die Krone liegt noch in der Krippe. Absichtlich vergessen? Weil Maria und Josef nichts mehr damit zu tun haben wollten? Von wegen neugeborener König und himmlische Heerscharen. Von wegen „Fürchte dich nicht“.
Absichtlich vergessen oder liegt sie da schon bereit. Bereit für dich. In ungeduldiger Erwartung nach dir als dem König des Friedens, der diese Krone tragen wird. Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Das also, auf das wir schon lange warten, woran wir immer wieder zweifeln und was wir doch so dringend brauchen.
Wann kommst du Trost der ganzen Welt?
Ist das nicht deine Krone, kleiner König?
Eigentlich ja viel zu schwer für dein kleines Köpfchen. Jedenfalls noch. „Ihr werdet finden ein Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen!“ heißt es. Ein Wickelkind. Ein Krippenjunge. Und Herodes bekommt es mit der Angst zu tun. Weil nichts mehr sein wird, wie es war. Weil du die Hungrigen mit Gütern füllst und die Ausbeuter keinen Markt mehr haben. Weil die Gewaltigen vom Thron fallen und die Erniedrigten aufrecht gehen. Weil alle Underdogs in dir gesegnet sind. Wir alle! In dir, kleiner König macht Gott sich klein. Beugt sich herab ins Leben. Zwängt sich hinein, wenn es sein muss. Lebt dein Leben. Lebt ein Leben wie meins. In dir. Mit dir. Durch dich. Für uns. Nichts was uns freut, und nichts was uns plagt bleibt ihm fremd. Die Schönheit des Lebens nicht und die Abgründe nicht. Die erfüllte Liebe und die bittere Enttäuschung. Nicht die schlotternde Angst uns auch nicht das tiefe Aufatmen.
„Es begab sich aber zu der Zeit...“. Das ist der Anfang. Man wird dir übel mitspielen, kleiner König. Du wirst verlieren und doch alles gewinnen. Für uns! Weil Gott keine halben Sachen macht. Wir halten uns fest an deiner Krippe, kleiner König, weil sie uns nicht loslässt. Wichtiger noch: Weil du uns nicht loslässt.
Ist das nicht deine Krone, kleiner König?
Wir sehen dir entgegen. Wir warten bis du kommst. Dann ist es gewiss wahr. Friede auf Erden. Du bist unsere Hoffnung.

Gesegnete Weihnacht! Ihr Pfr. Johannes Mack

Ein Lesetipp

Zwei Neuerscheinungen berichten über Julius von Jan (1897-1964), der von der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet wurde. Julius von Jan kam als Fünfjähriger nach Gerhausen, als sein Vater Albert von Jan die neu geschaffene Pfarrstelle als erster ständiger Pfarrer in Gerhausen antrat. Julius besuchte die Volksschule in Gerhausen, dann bis 1911 die Lateinschule in Blaubeuren. Am 2. April 1911 wurde er in Gerhausen konfirmiert. Noch im selben Jahr bestand er das Landexamen und ging ans Seminar Maulbronn.
Lena Heinkel beschreibt seine interessante Lebensgeschichte in dem von Johannes F. Menge herausgegebenen Band „Blaubeurer Köpfe“.
In der Edition Evangelisches Gemeindeblatt erschien von Martin Stährmann: Julius von Jan – Ein aufrechter Pfarrer wider die Nationalsozialisten
Angela Söll 

Vortrag von Altlandesbischof Dr. Maier

Am 22. September 2020 hielt Dr. Gerhard Maier unter Coronabedingungen einen Vortrag mit dem Thema „Die Barmherzigkeit Gottes“.

Zu Beginn zitierte Dr. Maier den Kirchenlehrer Augustinus: „Gott liebt jeden einzelnen so, als ob es außer ihm niemanden gäbe, dem er seine Liebe schenken könnte.“ Selbst über der gefallenen Welt stehe noch die Barmherzigkeit Gottes. Nach dem Sündenfall greife Gott ein: er verwehrt Adam und Eva den Zugang zum Baum des Lebens, damit der Mensch nicht ewig von Gott getrennt leben müsse. Auch schicke Gott Adam und Eva nicht nackt aus dem Paradies hinaus in die kalte Welt, sondern er kleidet die beiden noch ein (Genesis 3,21). Auch heute noch seien Wunder als Zeichen der Barmherzigkeit Gottes erlebbar. Es gelte, sie dankbar im Gedächtnis zu be- halten. Dr. Maier betonte, dass wir durch Gottes Barmherzigkeit auch in Krankheit und Not Frieden erfahren könnten. Gottes Barmherzigkeit werde erfahrbar durch das Wunder der Erlösung. Beim Abendmahl beten wir aus Psalm 103: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit.“ Der Weg der Erlösung sei kein Rechtsweg, sondern ein Weg der Barmherzigkeit und der Gnade. Dr. Maier sprach vom Lebensweg als Erziehung zum ewigen Le- ben. Er erinnerte an 1.Petrus 1 Vers 3: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“ Dass so viele Christen trotz Krankheit, Leid und Leiden ihren Glauben nicht verlieren, sieht Dr. Maier als Wunder an. Gott wolle, dass wir als seine Kinder wieder zu ihm, dem Vater kommen. Schon bei Daniel 9,18 lesen wir:“ ... wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.“ Dr. Maier riet dazu, sich an Gott zu wenden unter Berufung auf seine Barmherzigkeit: „ Gott, Du kannst doch auch mir helfen!“ Und Dr. Maier warf die Frage auf: „Wie gehe ich mit anderen um?“ Wir sollten Gott um Kraft bitten, dass wir selber anderen gegenüber barmherzig sein können, damit wir ihnen helfen und beistehen können. Aus seiner reichen Lebenserfahrung forderte Dr. Maier dazu auf, Gottes Führung zu vertrauen. Wir dürfen uns auf Jesu Wort verlassen: „... wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ (Joh 6,37).
Angela Söll

Veranstaltungsreihe im Gemeindehaus

Unsere Befürchtungen haben sich leider bewahrheitet. Wir konnten auf Grund der Coronapandemie bisher mit unserer Veranstaltungsreihe im Gemeindehaus noch nicht starten. Wir haben entschieden, alle Veranstaltungen im Gemeindehaus bis auf Weiteres zu verschieben. Auch außerhalb des Novembers hätten sonst nur sehr wenige Besucher kommen dürfen, was sehr schade gewesen wäre. Bis zuletzt hatten wir gehofft, wenigstens das anvisierte Adventskonzert des Vokalensembles Blaustein in der Kirche durchführen zu können. Auch dies ist jetzt nicht möglich. Die SängerInnen und ihre Dirigentin Elke Landenberger werden dafür den Gottesdienst am zweiten Advent mit einigen Liedbeiträgen bereichern. Darüber freuen wir uns und bedanken uns schon jetzt bei den Akteuren. Irgendwann wird das Gesangsensemble sein Konzert in Gerhausen nachholen.
Margot Autenrieth-Kronenthaler 

Erntedank

Foto: Michael Kronenthaler

Foto: Michael Kronenthaler

Am Sonntag, den 4. Oktober 2020 feierten wir das Erntedankfest in Gerhausen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Orgel und dem Projektchor.
Im Rahmen des Gottesdienstes wurden unsere neuen Konfirmanden vorgestellt.
Die gespendeten Gaben gingen wieder an die diakonische Bezirksstelle in Blaubeuren.
Allen Geberinnen und Gebern ein herzliches Vergelt ́s Gott und herzlichen Dank an Christa Fülle- Mitterwald und Manuela Saleß für die Bereitstellung der schönen Erntekrone.
Nach dem Gottesdienst war das Gemeindehaus geöffnet und konnte mit Abstand und Maske angeschaut werden. 

Konfirmation

Konfirmation 2020

Am 18. Oktober feierten sieben Jugendliche Ihre Konfirmation. Wir sind dankbar, dass es an diesem Termin geklappt hat.
So konnte an diesem Sonntag ein schöner Gottesdienst gefeiert werden und die Familien sich anschließend noch zum weiterfeiern zusammenfinden.
Danke nochmals an alle, die zur Durchführung und zum Gelingen beigetragen haben.

Die neuen Konfirmanden  

Lilly Berger, Mika Bonsa, Pauline Dispan, Jens Göster, Manou Göttinger, Simon Klenk, Lena Lang und Colin Tränkle.

Nach den Sommerferien starteten die neuen Konfis. Im Gottesdienst zum Erntedankfest waren Sie bereits zu sehen.
Die Konfi-Freizeit, die für November geplant war, musste leider abgesagt werden. Es wird überlegt, die Freizeit im März nachzuholen. Gemeinsam mit Pfarrer Mack sind sie nun auf dem Weg Richtung Konfirmation im Mai 2021.
Möge es ein gutes Konfi-Jahr werden und die Konfis auf Ihrem Weg des Glaubens und Erwachsenwerdens voranbringen. 

Neues von den Apis

2020 ist nun fast vorbei. Aber wie viele Termine waren vorgesehen. Das Jahr war gut durchgeplant mit verschiedenen Veranstaltungen wie Sonntagstreff, Feierabend, Bezirksstunden und auch Kaffeenachmittage im Anschluss an die Stunde. Doch dann kam Corona und warf alles über den Haufen. Plötzlich war kein Plan mehr sicher, kurzfristige Änderungen in immer kürzeren Abständen und immer wieder waren neue Vorgaben zu b achten. Es tat schon weh, schon lange geplante Ver- staltungen wie den Sonntagstreff mit extra eingeladenen Referenten ersatzlos streichen und absagen zu müssen. Auch die sonntägliche Stunde fiel wochenlang aus. Die Gemeinschaft und die Begegnungen untereinander wurden schmerzlich vermisst. Als im Sommer dann wieder Veran- staltungen abgehalten werden konnten, stand man vor neuen Herausforderungen. In unserem Kirchle ist für alle Besucher meistens genügend Platz und jeder Besuch ist herzlich willkommen. Doch mit -2m Abstand- war es auf einmal voll. Jeder hatte seinen eigenen Platz mit viel Abstand zum Nachbarn. Weil die Liederbücher und Bibeln nicht mehr benutzt werden durften, war auf einmal der Laptop wichtig, weil die Liedverse an die Leinwand übertragen werden mussten. Der Bibeltext konnte aber auch mal in einer anderen Übersetzung behandelt werden. So gab es nicht nur negative, sondern auch positive Seiten. Aber nun steht ja schon die Planung für das nächste Jahr an. Auch da sind die Sonntagstreffs wieder fest eingeplant und die Referenten eingeladen. Auch unsere Feierabende (gemütliches Zu- sammensein an bestimmten Freitagen mit gemeinsamen Essen und danach ein geistlicher Impuls) sind wieder im Programm. Wir sind gespannt, wie sich alles durchführen lässt. Daher ist es wichtig, die Einladungszettel im Blick zu haben, oder auch zur Sicherheit lieber mal kurz nachzufragen. Denn das hat Corona auch gezeigt: Die Zeit muss genutzt werden und wenn sich die Gelegenheit ergibt, muss man kurzfristig und spontan durchstarten. Das wird dann auch das Motto der nächsten Zeit sein: aufmerksam jede Gelegenheit nutzen, die sich bietet. Das gilt für alle Bereiche, aber besonders für die christlichen Verbände und Kirchen, damit sie mit kreativen Lösungen die Menschen in ihrer Einsamkeit oder auch Quarantäne erreichen können.
G. Autenrieth und M. Schüle 

Krabbelgruppe

Foto: Ines Schmid

Es ist Mittwochvormittag 09:30. Wie jeden Mittwoch, treffen sich Mütter von kleinen Kindern im Gemeindehaus der ev. Kirche Gerhausen. Drinnen wird der große Teppich ausgerollt und alle setzen sich, um die Runde mit einem Begrüßungslied zu beginnen. Entsprechend der Laune der Kinder, werden noch weitere Lieder gesungen oder Bewegungsspiele gemacht.
Danach ziehen die Kinder los und decken sich mit Spielsachen ein: Bälle, Fahrzeuge, Bauklötze, Tiere - es ist für jeden etwas dabei und die Kinder, vom Säugling bis zu 3 Jahren spielen begeistert damit.
Außerdem stehen jedes Jahr Basteleien für spezielle Anlässe, oder verschiedene Aktivitäten, wie Picknick auf dem groben Programm, das durch das Jahr führt. Zudem schnitzen wir jedes Jahr tolle Halloween-Kürbisse oder schießen beim vorweihnachtlichen Fotoshooting wundervolle Erinnerungen. Immer wieder eine Freude für die gesamte Verwandtschaft. Parallel gibt diese Zeit auch Raum für kon- struktiven Austausch. Es werden freudige Themen wie Taufe, Geburtstag, Entwicklungen der Kinder etc. besprochen sowie Tipps und Ratschläge ausgetauscht. Aber auch für andere Sachen, die die Mütter beschäftigen nehmen wir uns Zeit. In dieser ungezwungenen Runde, mit den Kindern immer nah dabei, stellt man schnell fest, dass jedes Kind ähnliche Phasen durchläuft. Insofern gibt die Krabbelgruppe eine gute Gelegenheit für die Mütter ihre Erfahrungen zu teilen, aber auch offen über Ängste und Zweifel zu sprechen.
Ganz nebenbei lernen aber auch die ganz Kleinen mit anderen zu spielen, zu teilen und sich durchzusetzen. Für das ein oder andere Kind bereits ein gutes Training für ein späteres Geschwisterchen oder den Einstieg in das Kindergartenleben.
Unsere Krabbelgruppe trifft sich jeden Mittwoch in der Zeit 09:30 – 11:00, außer in den Ferien, im Gemeindehaus der evangelischen Kirche Gerhausen.

Wenn auch du eine Mutter eines kleinen Kindes bist und nach ein bisschen Abwechslung im Mama-Alltag suchst, dann freuen wir uns euch bald kennen zu lernen. Selbstverständlich sind auch Papas, Omas und Opas herzlich willkommen.

Für Rückfragen kannst du dich gerne auch per E-Mail an mich wenden: krabbelgruppe- gerhausen@gmx.de

Bis bald
Eure
Ines Schmid
Koordinatorin der Krabbelgruppe 

Frauen- Seniorenkreis

Durch die neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona- Pandemie sind unsere monatlichen Treffen leider momentan nicht gestattet.
Sobald die Kontaktbeschränkungen gelockert werden und unser Beisammensein möglich ist, laden wir Sie/Euch wieder herzlich ein.

Darauf freuen wir uns sehr.
Wir wünschen Ihnen/Euch eine gute und vor allem gesunde Zeit.

Mit herzlichen Grüßen
Margret Länge
Marianne Söll